| Futter für
Wasserschildkröten |
In den letzten Jahren sind wir mit der Nachzucht von Sternotherus odoratus (Gewöhnliche Moschusschildkröte) sehr erfolgreich gewesen. Dies führen wir nicht zuletzt auf eine artgerechte und sauberkeitsbetonte Haltung zurück. Auf dieser Seite möchten wir anderen Schildkrötenhaltern über unsere Erfahrungen berichten. Wenn Sie uns Ihre Erfahrungen mitteilen möchten, senden Sie uns bitte eine e-Mail.
Für den "Schildkrötenpudding" gibt es eine Reihe von Rezepten. Kürzlich hat Brigitte Artner in der EMYS (Jg. 5 Heft 3, Juni 1998, ISSN 1028-4540) ein sehr gutes Rezept veröffentlicht. Sinn dieses Gelatinefutters ist es, eine vielfältige Nahrungsmischung in einer gut haltbaren, einfach zu portionierenden Form anzubieten, die leicht in beliebige Größe geschnitten werden kann und sich somit für adulte und Jungtiere eignet.
Für den Pudding werden ganze frische Forellen, Shrimps, Muscheln,
Geflügelleber und mageres Rindfleisch durch den Fleischwolf gedreht,
Eier, Milch und Gemüse-Babynahrung und (zur besseren Erkennbarkeit
für die Tiere) zuckerfreie rote Lebensmittelfarbe hinzugefügt
und mit sehr viel Gelatine angedickt. Es entsteht ein Futter, das sich
nach Erkalten ausgezeichnet schneiden läßt, auch im Wasser lange
seine Konsistenz bewahrt und den Tieren offenbar sehr gut schmeckt.
In den ersten Lebenstagen ist es wichtig, daß der Freßreiz der Tiere überhaupt erst ausgelöst wird. Hierzu eignet sich Lebendfutter am besten, da die zappelnden Bewegungen von Mückenlarven, Bachflohkrebsen usw. für die Tiere offenbar sehr interessant sind. Man kann sich auch die Mühe machen, Mückenlarven oder winzige Fleischstückchen mit der Pinzette vor dem Maul des Schlüpflings zu bewegen und ihn so zum Zubeißen zu reizen. Dies jedoch kann eine langwierige Prozedur werden.
Sobald die erste Nahrungsaufnahme erfolgreich war, wird auch zunehmend
totes Futter aufgenommen (auf die richtige Größe achten, viele
Schildkrötenarten können nicht abbeißen). Jetzt eignen
sich Mückenlarven, mageres Rinderhack (Tatar), Krill u.ä., aber
auch bereits kleine Stückchen vom Schildkrötenpudding. Nach einiger
Zeit besteht kaum noch Unterschied zum Freßverhalten der adulten
Tiere, doch sollten die Stückchen natürlich nach wie vor mundgerechte
Größe haben.